Redaktionsplan für Content-Marketing und Social Media – Der ganzheitliche Guide

By August 23, 2018 November 26th, 2018 Online Marketing

Die Herausforderungen im Content-Marketing

Egal ob für den eigenen Blog oder für den Social Media Auftritt. Überall wo regelmäßig Content kreiert werden muss, sollte man strukturiert vorgehen, um Quantität und Qualität zu gewährleisten, ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen und den Kopf von vermeidbaren Informationen zu entlasten. Denn nur so kann man sich auf das wesentliche konzentrieren.

Die drei wichtigsten Merkmale eines erfolgreichen Blogs oder Social Media Accounts sind Kontinuität, Kreativität & Emotionalität. Gerade im Hinblick auf die Kreation von regelmäßig hochwertigen Inhalten steckt in Unternehmen, die keine professionelle Unterstützung haben, oft der Wurm drin. Bei vielen Social Media Accounts und Blogs sucht man meistens vergeblich den roten Faden. Doch welche Tools benutzen die besten Content Creators der Online-Welt? Welches Werkzeug macht am Ende den Unterschied aus?

Die Antwort ist kein Hexenwerk – Denn die Lösung für einen ordentlichen Workflow im Content Marketing ist der allseits bekannte Redaktionsplan. Viele kreative Köpfe zucken zunächst zurück, wenn sie das Wort “Redaktionsplan” hören – fühlen sie sich dabei doch eingeschränkt, aber das Gegenteil ist der Fall. Aus eigener Erfahrung können wir behaupten, dass ein Redaktionsplan sogar einen großen Motivationsschub geben kann (schon alleine seine gesetzten Deadlines zu erreichen) und man zusätzlich immer wieder auf neue Content-Ideen und Konstellationen für Bloginhalte oder Social Media Posts kommen kann. Um es auf den Punkt zu bringen – ein Redaktionsplan ist gerade bei einer höheren Schlagzahl von Beiträgen & Posts ein Muss, sollte nicht vernachlässigt werden und auf jeden Fall in seiner Arbeitsweise bei der Erstellung von Inhalten integriert werden.

Was genau ist ein Redaktionsplan?

Kurz und knackig – Ein Redaktionsplan unterstützt dich bei der Planung, Produktion, Veröffentlichung und Verbreitung des Contents. Dabei geht es um alle Arten von Content – von Blog-Artikel, über Videos, bis hinzu Podcasts & Social Media Posts. In Kombination mit dem Themenplan ist der Redaktionsplan eine Waffe und du wirst schnell merken, wie er dir bei der Erstellung neuer Inhalte helfen wird.

Die Macht des Redaktionsplans - Alle Vorteile im Überblick

Der Redaktionsplan hat wie schon erwähnt einige positive Aspekte – die wir hier kurz anreißen werden.

Vorteile des Redaktionsplan:

  • schafft Struktur und organisatorische Sicherheit
  • Doppelungen und Lücken erkennen
  • Content Strategie umsetzen
  • Ressourcen planen
  • Erfolg messen
  • Erspart Stress und Zeit
  • Überblick behalten
  • Qualität sicherstellen
  • Zeitaufwand im Auge behalten
  • Unterstützt organisatorischen Ablauf
  • “Angst vor leerem Blatt” – Man hat immer konkrete Ideen parat über die man schreiben kann
  • Man verpasst keine Saisonalen Anlässe mehr

Nachteile eines Redaktionsplan:

  • Aufwand bei der Erstellung
  • Regelmäßiges Nachtragen und Kontrolle der Aktualität

Ich hoffe mit den ersten Informationen konnten wir eure Aufmerksamkeit erreichen, denn jetzt geht es ans Eingemachte. Im Folgenden erfährst du mehr über den Aufbau des Redaktionsplans und wie du mit ihm arbeiten kannst. Doch zunächst noch wichtige Fragen, die du klären solltest, um zu starten…

Die richtigen Fragen stellen: Aber welche?

Der Redaktionsplan & die Content-Marketing-Strategie sollten idealerweise Hand in Hand gehen. Hier sind die Fragen, die wir uns stellen:

  • Welche Zielgruppe will ich erreichen?
  • In welcher Form konsumiert meine Zielgruppe?
  • Was ist mein Ziel für diesen Post?
  • Was ist mein übergeordnetes Ziel?
  • Welche Ressourcen stehen uns zur Erstellung und Verbreitung zur Verfügung?
  • Was passt zu mir und zu meinen Kunden? (muss auch für Sie zur Positionierung passen)
  • Wer soll den Post produzieren? Wer kennst sich am besten aus oder wer soll durch das Verfassen des Beitrags eventuell sogar noch etwas dazulernen?
  • In welcher Regelmäßigkeit sollen Beiträge publiziert werden?

Daraus ergeben sich dann auch die Bestandteile unseres Redaktionsplanes.

Die Bestandteile eines RPs - Wie ist ein guter Redaktionsplan aufgebaut?

Grundsätzlich gilt zu sagen, dass es eine große Liste an möglichen Bestandteilen für den Redaktionsplan gibt. “Nützlich” sind sie aber nur, wenn man sie auch “nutzt”! Daher schaut bitte, welche Dinge in eurem Fall am besten passen & welche Informationen du wirklich brauchst. Frei nach dem Motto: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Datum (Geplante Veröffentlichungsdatum):

Das wichtigste ist die Deadline zu setzen, sonst verschiebt man die Aufgaben immer weiter weg und die Aufgaben häufen sich (Teufelskreis – verschieben auf morgen)

Verantwortlicher:

Auch das ist ein Pflichtfeld – Hier wird der Autor festgelegt.

Thema:

Hier wird der grobe Arbeitstitel – gegebenenfalls schon die geplante Überschrift hinterlegt.

Kurzbeschreibung:

Hier werden in 2-3 Stichpunkten – die wesentlichen Inhalte oder Problemstellungen beschrieben bzw. inwiefern der Artikel einen Mehrwert liefern kann

Ziel Persona:

Ganz klar. Wen möchtest du mit deinem Artikel ansprechen?

Format:

Handelt es sich um Social Media, Blog, White Paper, Interview, Gastartikel..etc?

Art des Beitrags:

(Text, Audio, Video)

Kategorien:

In unserem Fall wären es die Rubriken Online Marketing, SEO, SEA, Social Media, Content etc.

Keywords:

Hier kommen die gewünschten Schlüsselwörter rein für die man “ranken” möchte.

Seeding:

Wo soll beworben werden? (Promotions) Kanal wo soll der Beitrag erscheinen?

Call To Actions:

Welchen Aufhänger nutzt man, um seine Unterstützung anzupreisen und gegebenfalls Neukunden zu inspirieren Hilfe in Anspruch zu nehmen (Natürlich nur wenn es passt).

Termine für Material:

Wann sollen notwendige Materialien oder Zuarbeiten fertiggestellt werden

Lektorat:

Welche aussenstehende Person soll nach erstem Entwurf noch einmal drüberschauen?

Aktueller Status des jeweiligen Projekts:

Unterteilen könnte man hier zum Beispiel in die Status-Stufen: Idee, Entwurf, Lektorat, Layout & Freigabe. Andernfalls kannst du auch Prozente angeben.

Link zum Beitrag:

Am Ende soll natürlich der Link zum eigenen Beitrag erfasst werden, um später erneut draufschauen zu können.

Roadmap:

Bei der Roadmap würden wir einen Link zum Brainstorming Sheet empfehlen. Zu jedem Beitrag benutzen wir zur Erstellung ein eigenes Google Dokument, um alle Informationen zu sammeln. Hierzu zählen besondere Links, Überschrift-Ideen, Grobe Struktur…

Sonstiges:

Neben den oben genannten Bestandteilen kann man wiegesagt auch noch tiefer gehen, in dem du noch übergreifende Kampagnenziele jedes einzelnen Beitrags einbeziehst oder die Meta Titles aufschreibst.

Prozessablauf - Wie arbeitest du mit dem Redaktionsplan?

In den meisten Fällen ist nicht nur eine Person für die Contenterstellung zuständig, sondern ein größeres Team. Ist dies der Fall, empfiehlt es sich für den Redaktionsplan einen Cloud-Dienst wie Google Drive zu benutzen, denn hier können im Gegensatz zu Excel mehrere Personen gleichzeitig an Dokumenten ortsunabhängig arbeiten.

Zusätzlich benutzen wir noch das Projektmanagement-Tool Meistertask. Hier kannst du vor allem deine benötigte Arbeitszeit stoppen und Aufgaben hin und herschieben. Dabei reicht die kostenlose Version für den Anfang schon aus.

Tipps rund um Content-Strategie, Redaktionsplan & dem Aufsuchen relevanter Themen:

Welche Ideen für Blogbeiträge oder Social Media Posts können wir Euch auf den Weg geben? Wir haben die Erfahrung gesammelt, dass besonders die folgenden Themen interessant sind und einen echten Mehrwert liefern können.

  • Analysiere bestehende Beiträge: Nutze Google Analytics, um erfolgreiche Blogbeiträge herauszufiltern. Greife diese Themen auf und schau dir hier die Unterschiede im Vergleich zu deinen weniger gut performanten Beiträgen an
  • Überarbeite alte Artikel: Schau dir hin und wieder überholte Beiträge an und ergänze Neuerungen auf diesem Gebiet
  • Lade Gastautoren ein
  • Führe Interviews mit bekannten Persönlichkeiten oder Experten aus deiner Branche
  • Nutze wiederholende Formate & Content-Motive: (Oft gestellte Fragen beantworten: Was fragen dich die Kunden oft am Telefon, kläre diese in einem Beitrag)
  • Wenn du auf interessante Events warst, schreibe Event Recaps
  • Aktuelles: Du warst in einem Bericht, Lokalzeitung oder hast ein neues Produkt gelauncht. Erwähne es doch in einem Beirtrag oder Post

Wie misst man den Erfolg von Blogartikeln und Social Media Posts?

Das ist ebenfalls sehr individuell. Jedes Unternehmen hat seine eigene Definition von Erfolg. Für die einen ist es die Anzahl der Leserschaft, für die anderen zählt das Ranking für bestimmt Keywörter in den Suchmaschinen. Im Social Media Bereich ist es dann die verkauften Produkte über den Link im Beitrag. Auch hier haben wir dir wieder eine Liste zusammengestellt unterteilt in Blog-Zielen und Social Media Zielen. Bei der Kontrolle der festgelegten Ziele kannst du wiederum die Erfolgskontrolle für die KPIs durchführen.

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Die wichtigsten KPIs für den eigenen Blog

  • Anzahl der Erwähnungen
  • Reichweite
  • Backlinks
  • Blog Abonnenten
  • Neue Besucher
  • Kommentare
  • Social Shares
  • Conversions
  • Aktive RSS Nutzer

Die wichtigsten Social Media KPIs

  • Follower und Fans (Anzahl & Wachstumsrate)
  • Interaktionsrate / Engagement
  • Reichweite
  • Backlinks
  • Conversions (Seitenzugriffe, Käufe, neue Leads..)
  • Feedback Qualität
  • Social Shares

Zusammenfassung: Checkliste Redaktionsplan

Da dies ein ganzheitlicher Guide zum Thema Redaktionsplan ist und wir einige Aspekte besprochen haben, möchten wir natürlich nochmal eine kurze Checkliste zum Abhaken mitliefern, damit ihr auch ja nichts vergesst.

Vorbereitung

 

  • Kanäle auswählen
  • Intervall festlegen
  • Tabelle anlegen
  • Feiertage und Welttage einplanen
  • Ideen Recherche

Erstellung & Umsetzung der Beiträge/Posts:

  • Tabelle mit konkreten Beitragsinhalten füllen
  • Verantwortliche bestimmen
  • Zuarbeiten anfordern
  • Post/Beitrage schreiben
  • Regelmäßige Aktualisierung des Redaktionsplans
  • Post gegebenenfalls bewerben
  • Posts auswerten
  • Beiträge auf den aktuellen Stand halten

Fazit: Lohnt sich ein Redaktionsplan? - Definitiv!

3W FUTURE Gedanken der Woche

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Marcus

Marcus

...ist Online Marketing Manager und der Allrounder bei uns. Man kann Ihn gern zu allen Themen rund um SEO, SEA, Social Media und Content Marketing ansprechen.

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